Klarvus

Datenschutz & Sicherheit

Ihre Patientendaten werden komplett in Deutschland verarbeitet — on-premise in Ihrer Praxis oder pseudonymisiert in deutscher Cloud. Das ist keine Marketing-Aussage, das ist die Architektur.

Standard

Option A · On-Premise

Maximale Datenhoheit
Ihre Praxis
  • • Mac Studio (Klarvus installiert)
  • • Patientendaten · Transkripte · Protokolle
  • • Lokales LLM · Whisper
  • • FileVault-Verschlüsselung
Im On-Premise-Modus verlassen Patientendaten Ihre Hardware nicht.
Cloud

Nicht aktiv. Keine Verbindung zu externen Diensten im Standardbetrieb.

Default: nicht aktiv.

Alternative

Option B · Hybrid (Pseudonymisierung lokal + LLM in der Cloud)

Variable Kosten
Lokaler Pseudonymisierer
  • • Kleinerer Rechner in Ihrer Praxis
  • • Entfernt Namen, Adressen, Versichertendaten
  • • Nur anonymisierte Inhalte gehen raus
PHI bleibt lokal.
Cloud-LLM

Verarbeitet ausschließlich pseudonymisierte Inhalte. Skaliert nach Bedarf.

Variable Kosten je nach Volumen.

Ein lokaler Rechner in Ihrer Praxis übernimmt die Pseudonymisierung (Namen, Adressen, Versichertendaten werden entfernt). Nur noch anonymisierte Inhalte gehen an die Cloud-KI. Günstiger in der Anschaffung, aber variable laufende Kosten je nach Verarbeitungsvolumen.

Datenschutz · Haftung · Compliance

Warum Datenhoheit über Haftung entscheidet

Bei KI in der Praxis ist die Kernfrage nicht „wer hat mehr Features", sondern „wer behält die Datenhoheit und wer haftet, wenn Patientendaten abfließen". Klarvus verarbeitet komplett in Deutschland — on-premise oder pseudonymisiert in deutscher Cloud, die Praxis entscheidet.

Kriterium

Datenresidenz

KKlarvus

Komplett in Deutschland — on-premise oder pseudonymisiert in deutscher Cloud

Cloud

Anbieter-Rechenzentrum (oft außerhalb der EU)

Kriterium

§203 StGB · Ärztliche Schweigepflicht

KKlarvus

Deutlich reduziert — Verarbeitung unter deutscher Datenhoheit, keine Weitergabe identifizierbarer Daten an Dritte

Cloud

Ständiger Grauzonen-Konflikt — jeder Anbieter-Mitarbeiter mit theoretischem Zugriff ist ein Schweigepflicht-Problem

Kriterium

DSGVO Art. 9 · Gesundheitsdaten

KKlarvus

Art. 9(2)(h) direkt erfüllt — keine Auftragsverarbeitung nötig

Cloud

AV-Vertrag + TOMs + DPIA pflicht — jede Änderung ein Compliance-Projekt

Kriterium

Haftung bei Datenleck

KKlarvus

Ihre Daten, Ihre Kontrolle — keine Sammel-Datenbank über hunderte Praxen

Cloud

Hunderte bis tausende Praxen in einem Topf — Sie haften trotzdem als Verantwortlicher

Kriterium

Transfer in Drittländer

KKlarvus

Verarbeitung bleibt in Deutschland

Cloud

Bei US-Cloud zusätzlich Schrems-II-Risiko

Kriterium

KBV IT-Sicherheitsrichtlinie

KKlarvus

Erfüllbar (Serverschrank, USV, FileVault)

Cloud

Nur mit Zusatz-Nachweisen des Anbieters

Kriterium

Kontrolle über Modell & Daten

KKlarvus

Sie — inkl. Löschung nach Art. 17 auf Knopfdruck

Cloud

Anbieter definiert, wann & wo gelöscht wird

Kriterium

KI lernt aus Ihren Edits

KKlarvus

Lumen lernt lokal — gemerkte Regeln bleiben in Ihrer Praxis

Cloud

Modell-Updates basieren auf aggregierten Daten anderer Praxen

Kriterium

Praxis-Wissen / Leitlinien

KKlarvus

Brain — Ihre Markdown-Dateien werden lokal indexiert und zitiert

Cloud

Generisches Modell ohne praxis-spezifischen Kontext

Kriterium

KI-Funktionsumfang

KKlarvus

Diktat, Aufnahme, Posteingang, Zeiterfassung, Lumen-Brain, Automation

Cloud

Vergleichbar

Kriterium

Preismodell

KKlarvus

On-premise (einmalige Hardware + Lizenz) oder Hybrid (monatlich + variable Cloud-Kosten)

Cloud

Monatliches Abo pro Arzt — dauerhaft

Gilt für die Standard-Konfiguration. Das Hybrid-Modell (lokale Pseudonymisierung + Cloud-LLM) liegt risikotechnisch dazwischen — siehe Datenschutz-Seite.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Datenschutz, DSGVO und Architektur.

Welche Rechtsgrundlage gilt für die Verarbeitung?
DSGVO Art. 9 Abs. 2 lit. h (Gesundheitsversorgung). Im On-Premise-Modus verlassen keine Daten die Praxis; im Hybrid-Modus werden ausschließlich pseudonymisierte Inhalte in deutscher Cloud verarbeitet. Die genaue vertragliche Ausgestaltung stimmen wir mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
Was passiert bei einem Geräteausfall?
Tägliches verschlüsseltes Backup auf externe SSD. Wir tauschen die Hardware aus, spielen das Backup ein, Ihre Praxis läuft weiter.
Können Sie auf unsere Daten zugreifen?
Nein. Kein Fernzugriff im Standardbetrieb. Für Support öffnen Sie einen temporären verschlüsselten Tunnel — wir sehen nur, was Sie explizit freigeben.
Wie werden Patientendaten verschlüsselt?
Festplatten-Verschlüsselung über FileVault 2 (XTS-AES-128). Sensible Felder zusätzlich auf Anwendungsebene mit AES-256-GCM. Schlüssel verlassen die Maschine nicht.
Was passiert mit den Daten, wenn wir Klarvus kündigen?
Sie behalten die Hardware, die Daten und einen vollständigen Export. Die Klarvus-Software lässt sich rückstandsfrei deinstallieren — kein Vendor-Lock-in.
Wer ist verantwortlicher im Sinne der DSGVO?
Sie, die Praxis. Im On-Premise-Modus findet keine Datenverarbeitung außerhalb Ihrer Räume statt — Klarvus ist technischer Dienstleister. Im Hybrid-Modus wird die pseudonymisierte Cloud-Verarbeitung vertraglich geregelt; die genaue Rollenverteilung stimmen wir mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
Wie verhält sich Klarvus zu §203 StGB (Schweigepflicht)?
Patientendaten werden komplett in Deutschland verarbeitet; im Hybrid-Modus verlassen nur pseudonymisierte Inhalte die Praxis. Externe Dienstleister bekommen keine identifizierenden Daten — die typischen §203-Probleme von Cloud-Lösungen ohne Datenhoheit entstehen so nicht.
Gibt es ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten?
Ja. Klarvus liefert eine vorausgefüllte Vorlage für das VVT (Art. 30 DSGVO), die Ihr Datenschutzbeauftragter nur noch auf Ihre Praxis anpassen muss.
Datenschutz & Sicherheit | Klarvus