Infrastruktur
Sicherheit & Datenhoheit
Ihre Patientendaten werden komplett in Deutschland verarbeitet. Welches Betriebsmodell das leistet, wählen Sie.
Wo verarbeitet Klarvus Patientendaten?
Ausschließlich in Deutschland. Im On-Premise-Modell auf einem Server in der Praxis. Im Hybrid- und im Cloud-Modell übernehmen IONOS und STACKIT die KI-Verarbeitung in Deutschland; die Inhalte werden verschlüsselt, aber nicht pseudonymisiert übertragen. Ein Model-Routing über internationale Hyperscaler findet nicht statt.
Wie passt KI-Nutzung zu § 203 StGB?
§ 203 StGB schützt Ihre Schweigepflicht bei der Weitergabe von Patientengeheimnissen an Dritte. Im On-Premise-Modell verlässt die Verarbeitung die Praxis nicht. In den übrigen Modellen verarbeiten IONOS und STACKIT die Inhalte in Deutschland. Laut Anbieterangaben speichern sie die Eingaben nicht dauerhaft. Die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO stimmen wir mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab. Die rechtliche Bewertung Ihres konkreten Einsatzes nehmen Sie als Praxis vor, gegebenenfalls mit Ihrer Rechtsberatung.
Welche Betriebsmodelle bietet Klarvus für die Datenverarbeitung an?
Drei: On-Premise, bei dem Patientendaten die Praxis nie verlassen. Hybrid, bei dem App und Daten in der Praxis bleiben und die KI-Verarbeitung bei IONOS und STACKIT in Deutschland läuft. Und Cloud, bei dem zusätzlich App und Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland laufen.
Ihre Daten bleiben in Deutschland. Sie entscheiden, ob sie Ihre Praxis verlassen.
Standard
Hybrid · Praxis-Server + KI aus deutscher Cloud
- • Server in Ihrer Praxis (Klarvus-App)
- • Patientendaten · Transkripte · Protokolle
- • Verschlüsselte Übertragung zur KI-Verarbeitung
Bei IONOS und STACKIT in Deutschland, kein US-Anbieter. Laut Anbieterangaben ohne dauerhafte Speicherung der Eingaben.
Variable Kosten je nach Volumen.
Die Klarvus-App und Ihre Daten bleiben auf dem Server in Ihrer Praxis. Zur KI-Verarbeitung gehen die Inhalte verschlüsselt, aber nicht pseudonymisiert an IONOS und STACKIT in Deutschland.
Maximale Kontrolle
On-Premise
- • KI-Server in Ihrer Praxis (Klarvus installiert)
- • Patientendaten · Transkripte · Protokolle
- • Lokales KI-Modell · lokale Spracherkennung
- • Festplatten-Vollverschlüsselung
Nicht aktiv. Keine Verbindung zu externen Diensten im Standardbetrieb.
Kosten: einmalige Anschaffung, planbare Kosten.
Schnellster Start
Cloud · Komplett in der deutschen Cloud
- • Kein eigener Server erforderlich
- • Ihr Team arbeitet im Browser
App und Patientendaten liegen in einem Rechenzentrum in Deutschland. Die KI-Verarbeitung übernehmen IONOS und STACKIT, keine US-KI-Anbieter.
Die KI-Verarbeitung läuft wie im Hybrid-Modell, nicht pseudonymisiert. Zusätzlich läuft auch die Klarvus-App selbst in der deutschen Cloud: kein eigener Server in der Praxis nötig, der schnellste Weg zum Start.
Verantwortung bleibt in der Praxis
Für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten in der Gesundheitsversorgung kommt Art. 9 Abs. 2 lit. h in Verbindung mit Abs. 3 DSGVO und § 22 Abs. 1 Nr. 1 lit. b BDSG in Betracht. Die Rechtsgrundlage bestimmt Ihre Praxis als Verantwortliche. Im On-Premise-Modell findet die Verarbeitung in Ihrer Praxis statt, unter Ihrer Verantwortung, ohne Übermittlung identifizierbarer Patientendaten an Dritte. Soweit Klarvus Daten im Auftrag Ihrer Praxis verarbeitet, etwa bei der KI-Verarbeitung über IONOS und STACKIT, geschieht das nach Art. 28 DSGVO; die Auftragsverarbeitung stimmen wir mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab. Verarbeitet wird ausschließlich in Deutschland. Die rechtliche Bewertung Ihres konkreten Einsatzes nehmen Sie als Praxis vor.
Wie viel die Praxis verlässt, entscheiden Sie über das Betriebsmodell. Alle drei Modelle verarbeiten in Deutschland. Sie unterscheiden sich darin, wo gerechnet wird und wo die Daten liegen.
EU-KI-Verordnung
Die KI-Verordnung der Europäischen Union ist seit dem 1. August 2024 in Kraft und gilt gestaffelt. Seit dem 2. Februar 2025 gelten die Verbote bestimmter KI-Praktiken. Weitere Pflichten, etwa für Hochrisiko-Systeme, gelten zu späteren Stichtagen. Rein administrative Arbeitsschritte führt Klarvus vollständig aus. Sobald medizinischer Inhalt entsteht, erzeugt Klarvus einen Vorschlag, der die Freigabe eines Menschen braucht. Die rechtliche Einordnung für Ihren konkreten Einsatz nehmen Sie als Praxis vor, gegebenenfalls mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung. Die dafür nötigen Angaben liefert Klarvus.
Administrative Schritte führt Klarvus aus, medizinische Inhalte nicht. Rein administrative Arbeitsschritte laufen vollständig durch, etwa das Sortieren einer eingehenden Nachricht in die richtige Kategorie. Sobald medizinischer Inhalt entsteht, etwa ein Antworttext oder die Struktur eines Diktats, bleibt es bei einem Entwurf, der auf die Freigabe eines Menschen wartet.
Die Freigabe ist Teil des Arbeitsablaufs, nicht ein Häkchen am Rand. Jeder Vorschlag steht mit Bestätigen, Bearbeiten und Verwerfen zur Wahl, und erst die Bestätigung löst etwas aus: den Versand einer Antwort, den Eintrag in die Akte. Wer wann was freigegeben hat, ist protokolliert und im Nachhinein nachvollziehbar.
Wo KI beteiligt ist, ist das erkennbar. Vorschläge sind im Arbeitsablauf klar als KI-Vorschläge gekennzeichnet, bevor Ihr Team sie prüft und freigibt. Klarvus hat keine diagnostische oder therapeutische Zweckbestimmung. Es bewertet keine Befunde und schlägt keine Diagnosen vor. Therapieentscheidungen trifft das Praxisteam.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Datenschutz, DSGVO und Architektur.
Welche Rechtsgrundlage gilt für die Verarbeitung?
Was passiert bei einem Geräteausfall?
Können Sie auf unsere Daten zugreifen?
Wie werden Patientendaten verschlüsselt?
Was passiert mit den Daten, wenn wir Klarvus kündigen?
Wer ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO?
Wie verhält sich Klarvus zu §203 StGB (Schweigepflicht)?
Gibt es ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten?
Fragen Ihres Datenschutzbeauftragten?
Bringen Sie sie mit. Wir beantworten sie konkret und schriftlich, wenn Sie es brauchen.
Oder Aufnahme ins Pilotprogramm anfragen
