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· Maximilian SchützAktualisiert am

Lokale KI in der Arztpraxis: Datenwege und Betrieb prüfen

Lokale KI in der Arztpraxis: Prüfen Sie Datenwege, Cloud-Anteile und Wartung. Mit Beispielen für Posteingang und Diktat sowie Fragen an Ihren Anbieter.

Lokale KI in der Arztpraxis verarbeitet Aufgaben auf einem Server vor Ort. Eine Anwendung im Browser kann dagegen ihre gesamte KI-Verarbeitung an einen externen Dienst weiterreichen. Prüfen Sie deshalb für jede Funktion, wo die Daten gespeichert und wo sie verarbeitet werden.

Vier unterschiedliche Datenwege

Oberfläche in der Praxis, Verarbeitung in der Cloud

Das Team öffnet die Anwendung auf dem Praxisrechner. Die KI-Anfrage geht an einen externen Server. Der Ort des Bildschirms sagt nichts über den Ort der Verarbeitung aus.

Speicherung in Deutschland, KI-Verarbeitung bei einem weiteren Anbieter

Eine Anwendung kann Dokumente in Deutschland speichern und Texte zur Verarbeitung an einen Modellanbieter in einem anderen Land übertragen. Lassen Sie sich den vollständigen Datenweg und die beteiligten Dienstleister nennen.

Anwendung und KI-Verarbeitung in Deutschland

Die Verarbeitung findet außerhalb Ihrer Praxis statt. Prüfen Sie, welche Inhalte übertragen werden, ob vorher pseudonymisiert wird und welche Daten nach einer Anfrage gespeichert bleiben. Anwendungsspeicher, Sicherungen und KI-Verarbeitung können unterschiedliche Speicherfristen haben.

KI-Verarbeitung auf dem Praxisserver

Das Modell verarbeitet die Anfrage im Praxisnetz. Prüfen Sie zusätzlich die Wege für Backups, Fernwartung und Protokolle. Auch eine lokale Installation kann externe Dienste nutzen. Für den Server vor Ort müssen Betrieb und Wiederherstellung geregelt sein.

Zwei Beispiele aus dem Praxisalltag

Beim KI-Posteingang ist der Eingangskanal Teil des Datenwegs. Eine E-Mail kann bereits bei einem Mailanbieter liegen, bevor ein lokales Modell sie kategorisiert. Lassen Sie sich Eingang, Verarbeitung und Ablage getrennt zeigen.

Beim medizinischen Diktat entstehen Audio und Text. Prüfen Sie, wo die Spracherkennung läuft und wo eine anschließende Zusammenfassung entsteht. Klären Sie auch, ob Audio gespeichert wird und wer auf fertige Texte zugreifen kann.

Pseudonymisierung ist keine Anonymisierung

Das Entfernen von Namen macht einen Befund nicht automatisch anonym. Weitere Angaben können die Zuordnung zu einer Person ermöglichen. Pseudonymisierte Daten, die mithilfe zusätzlicher Informationen zugeordnet werden können, bleiben personenbezogene Daten. Der Europäische Datenschutzausschuss erläutert diesen Unterschied.

Prüfen Sie mit einem erfundenen Beispieldokument, welche Angaben vor einer Übertragung entfernt werden. Lassen Sie sich auch zeigen, wie das System mit Namen im Fließtext und unstrukturierten Anhängen umgeht. Die rechtlichen Prüffragen stehen im Beitrag zu Schweigepflicht und KI.

Unterlagen und Tests vor der Entscheidung

Fordern Sie eine Beschreibung des Datenflusses für die Funktionen an, die Ihre Praxis nutzen möchte. Dazu gehören die beteiligten Dienstleister, Verarbeitungsorte und Speicherfristen. Fragen Sie nach Supportzugriffen und nach einer möglichen Verwendung Ihrer Inhalte zum Modelltraining.

Ein vereinbarter Test ohne Internetverbindung zeigt, welche Funktionen offline verfügbar sind. Er beweist allein nicht, dass sämtliche Daten lokal bleiben. Eine Anwendung kann später Daten übertragen; eine lokale KI kann umgekehrt für Anmeldung oder Lizenzprüfung eine Verbindung benötigen. Gleichen Sie das Testergebnis mit den technischen Unterlagen ab.

Aufwand für einen Server in der Praxis

Ein Praxisserver benötigt einen geeigneten Standort, Strom und regelmäßige Wartung. Regeln Sie, wer Updates einspielt, Sicherungen kontrolliert und bei einem Ausfall erreichbar ist. Testen Sie die Wiederherstellung und legen Sie fest, wie das Team während eines Ausfalls weiterarbeitet.

Prüfen Sie die benötigte Leistung mit Ihrem tatsächlichen Arbeitsablauf. Mehrere gleichzeitige Diktate stellen andere Anforderungen als einzelne Posteingänge. Vergleichen Sie die Bearbeitungszeit und den Korrekturaufwand anhand derselben erfundenen Beispiele.

Die drei Betriebsmodelle von Klarvus

On-Premise: Anwendung und KI laufen auf dem Server Ihrer Praxis. Die KI-Verarbeitung erfolgt vor Ort. Eingangskanäle und mögliche Wartungszugriffe gehören weiterhin in die Betrachtung des gesamten Datenwegs.

Hybrid: Ein Server in der Praxis pseudonymisiert Inhalte lokal vor der KI-Verarbeitung in der deutschen Cloud. Nur pseudonymisierte Inhalte verlassen für diese Verarbeitung die Praxis.

Deutsche Cloud: Zusätzlich zur KI-Verarbeitung läuft die Klarvus-Anwendung in der Cloud in Deutschland. Die Speicherung der Praxisdaten und die Verarbeitung einzelner KI-Anfragen sind getrennt zu betrachten.

Die Seite Betriebsmodelle beschreibt die Unterschiede. Bringen Sie zur Auswahl Ihren geplanten Ablauf mit, etwa einen Faxeingang oder ein Diktat. Daran lässt sich der Datenweg für Ihre Praxis konkret besprechen.

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